Homo Faber

Theater in Freiburg

»Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen« – so beschreibt Walter Faber in einem klaren Satz sich und seine Welt: die Welt eines modernen Oedipus. Faber ist die Hauptfigur in Max Frischs 1957 entstandenem Roman, ein Macher, der davon überzeugt ist, alles unter Kontrolle zu haben. Da trifft ihn - entgegen aller Wahrscheinlichkeit – ein unvorhersehbares Schicksal: Per Zufall begegnet Walter auf einer Schiffs-passage von New York nach Frankreich der jungen Sabeth. Diese Begegnung bringt sein Weltbild ins Wanken, sprengt seine festgefahrenen Denkkategorien und seine verkorksten Gefühle.

 

Ausgerechnet sie, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert, wird zu seinem Schicksal. Er verliebt sich in sie und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa, die aber eigentlich zurück in seine Vergangenheit führt. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch da stirbt Sabeth. Nicht am Gift eines Schlangenbisses, sondern an den unerkannten Folgen eines Sturzes, den Walter mitverschuldet hat. In ihrer Trauer begegnen sich die Eltern, Hanna und Walter, neu. Homo Faber, der Techniker, scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Angesichts seines Magenkrebses bleibt ihm nur noch wenig Zeit, sein Leben zu revidieren.

 

Auch über fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des Romans berührt diese Wandlung des eingefleischten Rationalisten Faber zum Liebenden. Frischs Roman – ein Schulklassiker - gehört nach wie vor zu den bekanntesten und meist gelesenen Romanen des 20. Jahrhunderts. In dramatisierter Fassung erlebte er in den letzten fünf Jahren ein fulminantes Revival auf sämtlichen deutschsprachigen Bühnen Europas.

Schauspiel nach dem Roman von Max Frisch

Theater Kanton Zürich

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Info

Equilibre
Dauer 2h30 entracte inclus

Di 15. März um 19:30 - ausverkauft
2016

Volltarif 45,00 CHF
Ermässigter Tarif 40,00 CHF

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