Vater

Theater in Freiburg

Schauspiel von Florian Zeller

Schauspielbühnen Stuttgart, Altes Schauspielhaus / Euro-Studio Landgraf

 

Der 80-jährige André merkt, dass sich manches verändert. Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung und versucht, vor seiner Tochter den Eindruck zu erwecken, alles sei in bester Ordnung. Doch es ist klar, dass er allein nicht mehr zurechtkommt. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen er sich ständig streitet. Für André verwandelt sich der Alltag zunehmend in ein verwirrendes Labyrinth. Er begibt sich auf Spurensuche nach sich selbst.
Das Besondere am Stück ist seine ungewöhnliche Struktur: Die Handlung wird nämlich nicht chrono-logisch erlebt, sondern aus der Perspektive des 80-Jährigen. Dadurch ist der Zuschauer emotional an die Hauptperson gebunden. Mit ihr erlebt er dieselben Glücksmomente und teilt die Situation des Ausge-liefertseins. Mit ihr erfährt er die unbegreifliche Veränderung von Personen und Dingen und kann so immer weniger unterscheiden: Was ist Realität, was Wahn oder Wunschvorstellung, was Halluzination oder fixe Idee? Das klingt nach einem traurigen Theaterabend. -  Das Gegenteil ist der Fall: Zellers Stück provoziert zum Lachen. Die Komik ergibt sich aus den abrupten Stimmungsschwankungen der Haupt-person.

 

Der bekannte Autor von «Die Wahrheit» schreibt einen bühnenwirksame Theaterknüller nach dem ande-ren. Da er nicht die Krankheit in den Mittelpunkt stellt, sondern Andrés Versuch, dem beunruhigenden Prozess der Verwirrung zu entkommen, verstummt das Lachen über seinen Eigensinn und seine Wutaus-brüche. Man begreift: Diese Figur kämpft um ihre Selbstachtung. Sie ist nur deshalb so aggressiv, weil sie versucht, ihre Angst vor der fortschreitenden Hilflosigkeit zu verbergen. 
Zellers 2012 uraufgeführtes Stück wurde in Frankreich und England zu einem der größten Presse- und Publikumserfolge. Es gelingt dem 35-jährigen Starautor, dem belastenden Thema ein befreiendes Lachen abzugewinnen. Und das aufwühlende Stück über einen an Alzheimer erkrankten Mann spricht verborgene eigene Ängste des Zuschauers an. Es spielt der bekannte Schauspieler Peter Striebeck.

 

Alle weiteren Informationen auf
www.theaterinfreiburg.ch

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Info

Equilibre

Mi 29. März um 19:30
2017

Volltarif 45,00 CHF
Ermässigter Tarif 40,00 CHF
Volltarif Kat. 2 40,00 CHF
Ermässigter Tarif Kat. 2 35,00 CHF

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Laïka, le chien de l'espace
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