Zwischen heimischer Intimität und einer Welt unter Einfluss inszeniert Edouard Hue ein kraftvolles Diptychon über das Elternsein.
Nach dem Erfolg von Dive und Flowers präsentiert Edouard Hue ein Diptychon, das mehrere Facetten der Elternschaft beleuchtet. Zwischen intimstem Alltag und Konfrontation mit einer feindlichen Welt erscheint Erziehung als Akt der Wachsamkeit, Weitergabe und Befreiung. In Avant la nuit wird die Routine des Zubettgehens zu einer Choreografie mit zehn von den Tanzenden verkörperten Kindern, die eine fragile Harmonie mit den Eltern bilden. Getragen von Strawinskys Musik, gleitet die Bewegung in L’Oiseau de feu unmerklich in eine Welt, die einengt und formatiert – eine Metapher für die Gefahren, denen Kinder ausgesetzt sind. Angesichts dieser Spannungen werden die Eltern zu Lichtquellen, die den Weg zur Emanzipation ebnen.