Ein einzelner Körper in einer Welt des Zerfalls: Dévolution erzählt die Entwicklung des Menschen von seiner ursprünglichen Natur zur heutigen Entfremdung
Die erste Inszenierung von David Labanca im Nuithonie ist ein intensives Tanzsolo über die Evolution des Menschen von animalischen Ursprüngen zu einer durch Industrie, Technologie und Überfluss geprägten Form der Entfremdung. Zwischen Floorwork, Acro Dance und Physical Theater wird der Körper ein Narrativ. Kriechend, fallend, sich aufrichtend gewinnt er eine fragile, groteske Gestalt. Untermalt von der Musik Dario Mirandas und einer hypnotisierenden Beleuchtung, übt der Tanz nicht ohne Poesie Kritik an unserer Zeit. Ohne jeden Pessimismus untersucht Dévolution die Frage, was aus uns wird – und was es zu bewahren gilt.
