Auf magische Weise entstehen Bilder der Vorhölle; das Unbelebte erwacht und lässt uns gebannt erstarren
Zu Vivaldis Stabat Mater entfernt sich ein gepeinigter Mann vom Ufer und versinkt sanft in der Vorhölle. Diese seltsame, von klassischen und elektronischen Klängen untermalte Reise führt ihn in eine symbolische Welt voll magischer Geschöpfe, in der Licht ins Dunkel dringt, um die Realitäten des Wanderers und seine Erinnerungen zu beleuchten. Die Magie ist allgegenwärtig, auf der Bühne wie in der Luft, die der Mann atmet. Anhand der Figur des Puppenspielers und seines Doppelgängers verwischt Étienne Saglio behutsam die Grenze zwischen belebter und unbelebter Welt, um uns von der Existenz der Toten, von umherirrenden Seelen und von ihren Wächtern zu erzählen.