Durch die Verfremdung der Realität schafft Strano eine komische akrobatische Welt, offen für das Hier und Jetzt – ein Vorwand, um von der menschlichen Seele zu erzählen.
Strano ist ein rotes Zirkuszelt, in dem noch ein Licht brennt, während draussen Stürme toben. Im Innern entflieht man der Welt, dem Absurden und dem Krieg und lässt sich vom Rhythmus einer zeitlosen Musik mitreissen. Die Reise führt in eine ferne Welt, die der Erinnerung an die Erinnerung angehört, vielleicht an den Zirkus unserer Kindheit. Clowns, Akrobaten, Trapezkünstler, Nervenkitzel, Lachen, Musik und sogar eine Orgel drohen den viel zu kleinen Raum zum Bersten zu bringen. Zumal draussen die Realität tobt… Doch alle sind da, begierig nach Spass, Glanz, Skurrilität, Taumel und Überraschung. Nur zu! Das ist Zirkus.
« Strano erlebt und entdeckt man nach und nach. Das Stück sorgt für Lacher und viel Gänsehaut, doch das Wesentliche ist anderswo. In dieser unendlichen Leichtigkeit, dieser wunderbaren Abgehobenheit der Figuren, die halb Pierrot, halb Gargantua sind. »
Thierry Sartoretti, Vertigo