Der Kirschgarten

Theater Kanton Zürich TZ, TIF
Bild
kirschgarteneins
Ort
Equilibre
Datum
Dauer
In der Schöpfung
Tarifs
Volltarif
45
Ermässigter Preis
40

«Das Kleinliche und Schattenhafte überwinden, das uns hindert, frei und glücklich zu sein, hierin besteht das Ziel und der Sinn unseres Daseins.» (Trofimov, 2. Akt)


Die Geschichte aus dem aristokratischen Russland um 1900 stellt die immer noch aktuelle Frage nach der Nützlichkeit der Dinge. Jahrelang hat die Gutsbesitzerin Ranjewskaja in Paris ihr Geld zum Fenster rausgeworfen und Schuldenberge angehäuft. Nun soll der Kirschgarten, einstmals Einkommensquelle der Familie und Ort der Sehnsucht, aber auch tragischer Ereignisse, versteigert werden. Der aufstrebende Unternehmer Lopachin schlägt zur Rettung des Guts vor, den Kirschgarten abzuholzen und profitable Ferienwohnungen zu errichten. Doch die Schuldner wollen davon nichts wissen, bis der Tag des Verkaufs und somit der Wahrheit unmittelbar bevorsteht. Das nicht mehr profitable Gut mit dem Kirschgarten gerät in Gefahr, verloren zu gehen, ein Symbol für den Untergang des Lebens, der Schönheit, der Poesie.

Tschechow beschreibt voll heiterer Ironie eine Gesellschaft im Umbruch, in der das Althergebrachte sich langsam auflöst und die Umrisse einer neuen Welt sichtbar werden. Seine Figuren werden in einem absurd komischen Endspiel zwischen Sehnsucht, Einsamkeit, sanfter Vorfreude und ihren Verlustängsten umhergetrieben,ohne festen Grund unter den Füssen zu spüren.

Komödie in vier Akten von Anton Tschechow
Inszenierung Elias Perrig