Die philippinisch-freiburgische Künstlerin Mélanie Cerezo Gobet präsentiert eine kraftvolle Performance über die unsichtbar gemachten Lebenswege philippinischer Hausangestellter – zwischen Herkunft, Dominanz und der Formung von Körpern.
Nach dem Erfolg von i’m a loner setzt Mélanie Cerezo Gobet ihre intime Auseinandersetzung mit ihrer geerbten Asianität fort und konfrontiert sich mit der Migrationsgeschichte ihrer Mutter, die – wie tausende Filipinas – ins Ausland geschickt wurde, um als «Hausangestellte» im Dienst wohlhabender Familien zu arbeiten.
Zwischen sich wiederholenden Gesten, aufgesetztem Lächeln und monströsen Figuren aus der philippinischen Folklore hinterfragt T’es bonne ! die kolonial geprägten Vorstellungswelten, die bestimmte Lebenswege formen. Auf der Bühne bewegen sich drei Performerinnen und eine Live-Musikerin durch einen wandelbaren Raum, in dem die Körper zwischen Zuschreibung, Funktion und Transformation oszillieren
